Headless-Shops
Shopify ist eine E-Commerce-Plattform, die sich mit einer Headless-Architektur betreiben lässt. Händler können Anwendungen von Drittanbietern nutzen, um die Präsentationsschicht des Frontends zu bauen, und über die GraphQL Storefront API auf die Daten von Shopify zugreifen. Diese API erlaubt außerdem, den Checkout anzupassen und einen Warenkorb zu bauen, der geschätzte Gesamtsummen mit Steuern, Zöllen und Rabatten enthält.

Was ist Headless-Commerce?
Headless-Commerce ist eine Art, eine E-Commerce-Plattform aufzubauen, bei der das Frontend, also der „Kopf“ der Website, vom Backend, also dem „Körper“, entkoppelt ist. Bei einer klassischen E-Commerce-Plattform sind Frontend und Backend eng miteinander verbunden und auf demselben Technologie-Stack aufgebaut. Beim Headless-Commerce basiert das Frontend auf einem eigenen Technologie-Stack, und beide Seiten kommunizieren über APIs miteinander.
Ein wesentlicher Vorteil des Headless-Commerce ist die größere Flexibilität und Skalierbarkeit des Frontends. Da das Frontend nicht an das Backend gebunden ist, kann es mit jedem beliebigen Technologie-Stack entwickelt und leicht mit anderen Systemen wie mobilen Apps, Sprachassistenten und IoT-Geräten verbunden werden. Das schafft auch mehr gestalterische Freiheit beim Design und beim Nutzererlebnis, weil das Frontend nicht durch das Backend eingeschränkt wird.
Ein weiterer Vorteil ist eine schnellere und effizientere Entwicklung. Da Frontend und Backend getrennt sind, können Entwickler gleichzeitig an beiden arbeiten, ohne sich gegenseitig zu behindern. Änderungen am Backend erfordern außerdem keine Anpassungen am Frontend, was die Website leichter wartbar und aktualisierbar macht.
Allerdings bringt Headless-Commerce auch eigene Herausforderungen mit sich, etwa bei Sicherheit, Performance und SEO. Deshalb sollten Sie vor der Entscheidung für einen Headless-Shop Ihre Anforderungen, Skalierbarkeit, Budget und weitere Faktoren prüfen.
Frontend: Das Frontend, auch Präsentationsschicht genannt, ist der kundenorientierte Teil einer E-Commerce-Plattform. Es umfasst mehr als eine Website und schließt Kanäle wie soziale Medien, mobile Apps und Geräte des Internets der Dinge (IoT) ein. Zum IoT zählen viele Geräte, darunter Smart Mirrors, Selbstbedienungskioske, Verkaufsautomaten, Wearables und Sprachassistenten wie Amazon Alexa.
Backend: Das Backend umfasst alle Systeme, Prozesse, Arbeitsabläufe und Werkzeuge, die im Hintergrund einen reibungslosen Geschäftsbetrieb sicherstellen. Dazu gehört die Technik für Aufgaben wie Warenpräsentation, Versand, Integration, Datenspeicherung und Checkout.
Wie funktioniert Headless-Commerce?
Headless-Commerce trennt das Frontend und das Backend einer E-Commerce-Plattform, sodass beide unabhängig voneinander arbeiten. Das Frontend, also der kundenorientierte Teil der Plattform, wird mit einem eigenen Technologie-Stack gebaut, der sich vom Backend unterscheidet. Beide kommunizieren über APIs, die dem Frontend Zugriff auf die Daten und Funktionen des Backends geben.
So funktioniert Headless-Commerce an einem Beispiel:
- Ein Kunde besucht eine Headless-Website und interagiert mit dem Frontend, das mit Technologien wie HTML, CSS und JavaScript gebaut ist.
- Das Frontend sendet über eine API eine Anfrage an das Backend, um Daten abzurufen, etwa Produktinformationen, Kundendaten und Bestellhistorie.
- Das Backend, das mit Technologien wie Java, Ruby on Rails oder Node.js gebaut ist, verarbeitet die Anfrage und ruft die gewünschten Daten aus der Datenbank ab.
- Das Backend sendet die Daten über die API zurück an das Frontend, das die Informationen dem Kunden anzeigt.
- Der Kunde kann mit dem Frontend interagieren, etwa Artikel in den Warenkorb legen. Das Frontend sendet dafür Anfragen über die API an das Backend, um den Warenkorb des Kunden zu aktualisieren.
- Möchte der Kunde zur Kasse gehen, sendet das Frontend eine Anfrage an das Backend, um den Checkout zu starten.
- Das Backend verarbeitet die Anfrage, aktualisiert den Lagerbestand und übergibt die Bestelldetails an den Zahlungsanbieter.
- Sobald die Zahlung verarbeitet ist, sendet das Backend eine Bestätigung an das Frontend, das sie dem Kunden anzeigt.

Diese Architektur ermöglicht eine flexiblere und skalierbarere E-Commerce-Plattform, da Frontend und Backend unabhängig voneinander entwickelt und aktualisiert werden können. Das beschleunigt die Entwicklung und schafft mehr gestalterische Freiheit beim Design und beim Nutzererlebnis der Website.